Brackmann

 

 

 

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Was macht eigentlich...Kronkorken Brackmann
Folge Fünf: Brackmann

Kaltschnäuzig vor dem Tor, schlagfertig beim Trashtalk. So haben wir Ex-Sparkassen-Azubi Brackmann in Erinnerung – und daran scheint sich auch nach seinem Aufstieg zum Drittel-Geschäftsführer der elterlichen Gartenmöbelfirma Stern GmbH & Co. KG nichts geändert zu haben, wie unserer Spontan-Anruf belegt. Obwohl Jürgen (40) frisch aus einer Besprechung geholt und mit einem Fake-Namen konfrontiert wird, ist er vom ersten Moment an  saucool. Wie früher eben

Brackmann: Brackmann, Fa. Stern.

Red.: Grüß Gott Herr Brackmann, Klier mein Name. Ich wollte mich erkundigen, ob es bei Ihnen auch Rasenmäher für Fußballplätze zu kaufen gibt.
Brackmann: (lacht) Nein, leider nicht. Nur Gartenmöbel.

Red.: Also nichts aus dem erweiterten Gartenbereich? Auch keine Rasenmäher für spießige Reihenhäuser?
Brackmann: (kriegt sich als leidenschaftlicher Pfleger eines 1700 qm großen Rasenareals fast nicht mehr ein) Herr Kellner?

Red.: Ja, richtig geraten.
Brackmann (fröhlich): Komme ich jetzt im Radio?

Red.: Nein, auf der Flinke-Flaschen-Homepage, die es seit einem halben Jahr gibt.
Brackmann: Kenn’ ich doch. Ich hatte damals ja das Glück, dass das Eröffnungsschreiben auch an Berühmtheiten aus dem letzten Jahrhundert gesandt wurde.

Red.: Und genau das sollte dir zu denken geben. Dass du im besten Mannesalter bereits ein Fall für unsere Museums-Serie „Was macht eigentlich…?“ bist. Schon mal davon gehört?
Brackmann: Ich muss zugeben, ich hab seit damals nicht mehr reingeklickt, aber die wunderschönen Fotos sind mir noch gut in Erinnerung. Das ist genau der Grund, warum Personalchefs vor der Herausgabe privater Feierfotos warmen.

Red.: Immerhin haben wir deine Haare blond eingefärbt (siehe Homepage, Historie, 6. Kapitel). Wie findest du’s? Oder hast du die gar nicht entdeckt?
Brackmann: Und ob. Leider nicht nur ich... Da wundert man sich dann, dass man zu keinem Bewerbungsgespräch mehr eingeladen wird.

Red.: Naja, als Mitgeschäftsführer eines renommierten Gartenmöbelvertriebs brauchst du dir da ja keine Gedanken zu machen.
Brackmann: Stimmt. Und da du das Ganze, wie ich dich kenne, eins zu eins veröffentlichen wirst, kann ich jetzt wenigstens zehntausend Usern mitteilen, dass die Fa. Stern die besten Gartenmöbel in ganz Mitteleuropa anbietet.

Red.: Seid ihr demnach Marktführer?
Brackmann (lächelnd): Gefühlt auf jeden Fall.

Red.: Und wann bietest du deine Fußballkünste mal wieder an?
Brackmann: Das ist eine Frage des Preises, denn immerhin gehe ich seit einiger Zeit regelmäßig laufen und bin in deutlich besserer Verfassung, als Ihr mich in Erinnerung habt.

Red.: Das trifft sich gut. Auch deine Gagenforderung sollte kein Problem sein, denn den Flinken Flaschen geht es wirtschaftlich so gut wie nie. Wie du vielleicht mitbekommen hast, haben wir inzwischen moderne Strukturen, und erst kürzlich hat unser Finanzchef ein Rekordguthaben von 292 Euro vermeldet. Zufälligerweise findet auch zeitnah das Glashaus-Turnier statt…
Brackmann (hämisch): Da hab ich ja Glück, denn ich fliege morgen nach Vietnam.

Red.: Mit zeitnah meine ich den 14./15. Juni.
Brackmann: Uff. Da hab ich noch mal Glück, denn an diesem Samstag bin ich geschäftlich in Österreich. Diese Passage bitte ich dich aber rauszustreichen, denn das sind geheime betriebsinterne Angaben aus meinem Kalender.

Red.: (gehässig) Geht klar. Läuft’s privat denn auch so gut? Gib mal ein Update!
Brackmann: Och, da gibt’s nichts viel zu vermelden, ich bin inzwischen fast so’n Langweiler wie der Harald (Ex-Spieler Onasch, Serie folgt/Red.). Ich hab mich weder vermehrt noch vermählt. Seit sechs Jahren die gleiche Freundin, seit acht Jahren die gleiche Firma, und auch den Wohnort habe ich seitdem nicht verlassen.

Red.: Dann wird’s ja Zeit. Spätestens am 12. Oktober 2009 zum Jubiläumsturnier erwarten wir dich!
Brackmann: Das findet dann wahrscheinlich in der Olympiahalle statt.

Red.: Besser! In der Brauerei Aying, bei unserem großartigen Hauptsponsor.
Brackmann: Okay, den Tag trage ich mir ein.

Red.: Was heißt da Tag? Ich denke da eher an eine Festwoche.
Brackmann (amüsiert): Natürlich. Am besten, die fängt dann gleich am Tag der Deutschen Einheit an. Von der historischen Dimension her ein ähnlich bedeutsames Datum.

Red.: Da bringst du mich auf eine Idee… Letzte Frage: Die Serien enden mit einer Angabe über die Comeback-Wahrscheinlichkeit. Magst du die selber beziffern?
Brackmann (schnippisch): Ich würde sagen, das bespreche ich dann mit Euerm Finanzchef. Je nachdem - von 0 bis 100 Prozent ist alles möglich.

Red.: Vielen Dank, Herr Brackmann.
Brackmann (schmunzelnd): Ich habe zu danken, Auf Wiedersehen Herr Klier

Comeback-Wahrscheinlichkeit:
Nach eigenen Angaben 0 bis 100 Prozent.

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