Wall 2008
Wenn die Straßenschilder auf Einhaus, Feldschuster und den Schäfflerhof aufmerskam machen, anstatt der strapazierten Kiebitze eine Handvoll Kühe das Treiben auf dem Fußballfeld verfolgt und Schützmichl geschäftig mit einer Kreuzung aus Presslufthammer und Handstaubsauger hantiert, dann ist das: Wall, nach Berggipfeln im Zillertal und Türken in Oberstenfeld die dritte Station des Grand Slam.
Vieles muss bei diesem Stichwort nicht mehr dezidiert besprochen werden. Die Besetzung zum Beispiel: Georg, Schlaubi, Uli und Wittich fiebern dem größten Erfolg ihrer Karriere, der Teilnahme an allen vier Turnierklassikern des Kleinfeldjahres, ebenso entgegen, wie der Käptn, den selbst ein Kreuzbandriss nicht stoppen kann. Gleichwohl wissen sie sich bei jedem Trip prominent zu verstärken, diesmal mit Murat im Tor, dem Dicken in der Abwehr, dem JungenKollegen im Sturm und Lippi, naja: überall. Auch Strategie und Taktik stehen fest – eigentlich. Doch erst mit nachlassender Kondition endeten die Versuche, dribbelnd das osmanische Defizit im Team zu kompensieren. Dann aber durften sich Gegner wie Zuschauer an einem 4-1-1 spektakulärster Ausführung erfreuen, der marginal offensiveren Weiterentwicklung des 4-0-1 vom Glashaus-Turnier.
Sieht man nun ab von genannten Grand-Slam-Naturgesetzen, bleibt vor allem eines: das Casting für ein Maskottchen der Flinken Flaschen. Zahlreich waren die Bewerber. Hauptsponsor Helmut zum Beispiel ist in seinem Amt anscheinend noch nicht ausgelastet genug und stülpte sich bei seiner Stippvisite am Morgen ein viel zu kleines Konkurrenztrikot über. Für den Recall reichte das aber ebenso wenig wie der Versuch des Dicken, mit einem figurbetonten Borat-Gedächtnis-Badeanzug zu beeindrucken. Dann lieber Pflege-Hund Marlon als Glücksbringer. Doch der zeigte kaum Interesse an einer Nominierung, vielmehr jedoch an Murats besserer Hälfte Leonie. Und nachdem die Idee, Käptns Kinder in lustige Kostüme zu stecken, am lautstarken Einspruch der bellenden Belegschaft scheiterte, blieb nur noch einer: Mümmelmann!
Und der Hase von Jule und Neele leistete ganze Arbeit. Einen dritter Platz, erreicht mit 5:2 Toren, und eine auf 17 Spiele ausgebaute Serie an ungeschlagenen Spielen durfte Wittich am Ende in die große Statistik eintragen. Mümmelmanns Schweiz-Visum ist bereits beantragt.