Ayinger-Rallye 2008
Dramatische Ereignisse am vergangenen Freitag gegen halb Zwölf: Hatte die Ayinger Rallye 2007 noch unter dem Motto A-U-S gestanden, war in diesem Jahr überraschend W-E-G der Slogan des Abends. Weg war nämlich auf einmal die Kamera und damit sämtliches Bildmaterial der bereits bewältigten Etappen. Endzeitstimmung machte sich breit: Kann eine Rallye ohne entsprechende Dokumentation überhaupt als stattgefunden gewertet werden?
An dieser Stelle sei in aller Deutlichkeit gesagt: Ja! Und das aus mehreren Gründen.
1. Auf Einhaltung des im Vorfeld minutiös ausgearbeiteten Regelwerks wurde penibelst geachtet. Ruben erfreute sich darüber hinaus an der Erkenntnis, allein ein Rülpser genüge, um mindestens die Hälfte der Paragraphen zu erfüllen. Nur den Strebern, die über die Satzung hinaus damit glänzen wollten, ihr Glas beim Blitz immer mit Logo in Richtung Kamera zu halten, hat das jetzt gar nichts gebracht.
2. Noch nie in ihrer dreijährigen Geschichte konnte sich die Rallye eines derart großen Teilnehmerfelds erfreuen. Der Gutschein-Trupp war noch nicht ins Rollen gekommen (vgl. Tram-Etappe "Brecherspitze -> Hacienda"), da überraschte Bock mit Käptn im Schlepptau. Der zeigte sich im Übrigen zwar physisch wieder voll auf der Höhe, war psychisch jedoch stark angeschlagen: Aufgrund der offensichtlich verfrühten Kündigung seiner Freundeskreis-Mitgliedschaft („Zur Rallye geh’ ich eh nie!“), musste er außer Konkurrenz starten. Trotz Finanzkrise am Start: der Spielleiter. Und selbst Grubinho („Unserainer trinkt Maxlrainer“) lobte einen Abend „das leckere Ayinger-Bier“ (vgl. Regelwerk, §2).
3. Den genannten Punkten sowie der unermüdlichen Führungsarbeit Helmuts ist es zu verdanken, dass der Biervorsprung bereits beim Verlassen des Hard-Rock-Cafés groß genug war, um sämtliche Rekorde der Vorveranstaltungen zu brechen: schon über fünfzig geleerte Gläser netto (abzüglich Dekadenz-Biere). Und obwohl die Bier-Pro-Kopf-Quote eher als durchschnittlich bezeichnet werden muss, war einem Teil des Felds zu einem frühen Zeitpunkt erhöhte Dichte anzumerken.
Puuuh, also noch mal durchatmen: die Rallye 2008 hat stattgefunden – auch wenn die Lumix wohl für immer W-E-G ist. Für den Teamchef stehen jetzt sowieso drei andere Buchstaben im Mittelpunkt: E-H-E.