Glashaus 2008
Totale Confusion beim Spieltermin des Jahres 2008. Plötzlich war Blau nicht mehr Blau, Gelb nicht mehr Gelb - und das Glashaus-Team der Flinken Flaschen kaum noch türkisch. Auch bei Nachzügler Wittich herrschte mit einem Mal ungewohntes Farbchaos. Im scheckheftgepflegten, luftdrucküberprüften Wagen leuchteten seltsame Lämpchen auf, anstatt Grünes Licht zu geben für die rechtzeitige Anreise zur geliebten Morgenwurst. Hätte Fatihs Starbet-Maschine auch eine Quote für das Eintreffen des Chef-Erbsenzählers ausgespuckt (kommt – kommt vielleicht – kommt nicht; womöglich mit 37,2 kombiniert, Wittichs Körpertemperatur), hätte eine weitere Flinke Flasche beinahe ihr Ayinger-Gutschein-Heftl verwettet. Aber: Er kam - und hievte den Altersschnitt der Abwehrverbunds noch einmal stramm Richtung 40.
Der tapfere Einsatz hat sich gelohnt. Genüsslich durfte Wittich 24 Stunden später das erbsengrüne Statistikbuch hervorkramen und folgende Sensationszahlen notieren: 16, 2, 5. Sechzehn geschossene Tore, nur zwei (!) kassierte. Ergibt in der Summe: Triumph Nummer fünf beim von allen, auch von Georg wieder („Welcher Georg?“), heiß geliebten Glashaus-Turnier. Einziger Wermutstropfen: Die schwere Knieverletzung unseres Capitano. Von Herzen wünscht die gesamte Flaschenschaft: Gute Besserung!
Als geistiger Vater unserer Erfolgsformel hat Captain Conehead trotzdem großen Anteil am Erreichten. Die taktische Formation, mit der unsere neun Siege (plus drei Unentschieden) errungen wurden, könnte auch international Maßstäbe setzen, widersetzt sie sich doch dem feigen Trend zu zwei Doppel-Sechsern, die das Zentrum zustellen. Unsere Marschroute dagegen: Bedingungslose Offensive. Hinten eine gut gestaffelte Viererkette, der Rest des Teams orientierte sich ausschließlich nach vorne. Nicht zu vergessen: Zwei Torhüter (Simon, Akin), die ihre Rolle modern interpretierten und das 4-0-1-System ideal ergänzten. Nicht wenige Tore entsprangen perfekt getimten Abwürfen. Unser großes Plus: In der spannenden Schlussphase, als unsere Gegner selbst Landesligakicker aufboten, stützte einer den anderen, um mit vereinten Kräften zum rettenden Schwellkopfball hochzusteigen.
Auch den Wunsch des verletzten Käptns, jeder möge für ihn ein Tor erzielen, konnten wir erfüllen. Wittich stellte die Statistik gegen die Torreichen auf ausgeglichen, Akin traf per kunstvollem 30-m-Volleyheber, Zauberer Schützmichl überraschte die Beobachter mit einem sechsten Trick (Direktschuss ins lange Eck), und Schlaubi hatte endlich mal die richtige Körperspannung. Manch einer griff sogar zu leistungsfördernden Substanzen. Andererseits: Nicht mal die Packungsbeilage klärt darüber auf, dass Distelhäuser in Verbindung mit Iboprophen noch besser wirkt. Jof, der leider leer ausging, kann sich trösten: Den wichtigsten hat er ja bereits vor neun Monaten reingemacht.
Fazit des Wochenendes: Wetten auf die Flinken Flaschen, und scheinen sie noch so aussichtslos, lohnen sich immer. Und 2009 ist auch garantiert der Capitano wieder fit. Jede Wette!