Der Jahresabschluss 2007

Die Abschlussberichte
Zu jedem anständigen Sportverein gehören sie dazu: die sog. Berichte aus den Abteilungen. Auch wir wollen diesen schönen Brauch pflegen und auf die zurückliegende Saison (lies: Sai-soh) zurückblicken. Bisher erschienen: Berichte aus den Abteilungen Kleinfeld/Halle (26.12.), Statistik/Historie (30.12.), Homepage (4.1.) und Großfeld (8.1.). Am 10.1. vermeldete der Schatzmeister das Finanzloch. Es folgten: die Berichte aus den Abteilungen Platzakquise (16.1.), Textiles & Design (18.1.), Unterhaltung & Zerstreuung (22.1.), Transfers & Ballaufsicht (30.1.), Funfaktor (4.2.) und das große Finale (11.2.). Damit ist die Serie rechtzeitig zum ersten Turnier des neuen Jahres abgeschlossen.
Teaser, Graue Eminenz, Bernhard Gruber
Die Grauen Eminenzen
Notiert am 11.2.2008
von Dr. Bernhard Gruber
alias Grubinho,
stellvertretend für die Grauen Eminenzen:

Nullsieben. Das kann man nicht erklären. Auch wenn dies in langen Flaschenjahren immer wieder versucht wurde. Ein Nullsieben kann man nicht erklären. Weder das Ergebnis geschweige denn die Jahreszahl. Trotzdem wollen wir in unserer Funktion als graue Eminenzen es doch noch einmal versuchen - egal wie.

Nullsieben also. Das Jahr steht ganz im Zeichen des Wandels: wie man sieht, haben die Flaschen den Übergang von einem kleinen, knapp 200 (!) Hälsen starken Thekenkader (böse Zungen nennen ihn seit Jahren Deutschlands größte Katerschmiede) ins Internetzeitalter geräuschlos vollzogen.

Mit der Umstrukturierung in einen international (siehe Gästebuch) agierenden Fußballkonzern hat eine breit angelegte Kommerzialisierung Einzug gehalten. Wo früher in muffigen Kabinen sich angetrunkene Freizeitkicker ihrer stinkenden Stutzen entledigt haben, gehen heute smarte Anzug- und Regenmantel-Träger ein und aus. Nicht zuletzt das Vereinsemblem wurde leicht den Erwartungen des Sponsors angepasst. Auch das Merchandising boomt. Der Verkauf von Business-Seats wird wohl der nächste Schritt sein.

Wirtschaftlich gesehen, stehen die Flaschen 07 hervorragend da: glaubt man den Ausführungen des notorisch schlecht gelaunten Finanzvorstands (wobei Finanzvorstände generell notorisch schlecht gelaunt zu sein haben), sind die Flaschen gesund überschuldet. Alle nötigen Parameter - angefangen von der Eigenkapitalquote über KGV (Kaltgetränke-Verzehr) bis zur Umlauf- & Warmlaufrendite sind mehr als solide. Die sorgfältig arrangierte Verschuldungslage schützt die Flaschen auch gezielt vor feindlichen Übernahmen durch Finanzinvestoren sowie Hedge- (gesprochen: Hatsch-) Fonds. So gehen die Flaschen finanziell und strategisch gut aufgestellt ins Jahr 08.

Denn nicht nur die Wirtschaftsdaten stimmen positiv. Endlich ist es auch gelungen, die Vereinsstrukturen ganz im Sinne des Teamchefs zu ordnen. So hat Teamchef Uli, der die Flaschen bisher ganz im patriarchalisch-autoritären Stile eines Hinterbrühler Großgastronomen führte, endlich seinen Nachfolger in Person des Musterschülers Schlaubrecht installiert. Und nun spielt er gar - wie Vornamensvetter Hoeneß - mit dem Gedanken, sich aus dem operativen Geschäft zurückzuziehen. Freilich auch aus dem Grund, weil sein inzwischen auch nicht mehr ganz junger Körper sich zunehmend operativen Eingriffen ausgesetzt sieht. Kellner kann ohne Bange in die Zukunft blicken, das Feld für seinen Nachfolger und Ziehsohn Schlaubrecht ist bestens bestellt.

Der Kader ist - auch in der Breite - gut aufgestellt. Ein Blick in die Fotogalerie bestätigt das in zum Teil vollen Umfängen. Auch hier scheint der Generationen- Wechsel zu funktionieren: junge Hüpfer aus Schlaubrechts Fußballinternat helfen gerne aus, wenn es bei den Senioren wieder mal zwickt und zwackt. Andererseits liebäugeln selbst vor Jahren zurückgetretene Ex-Flaschen mit dem Rücktritt vom Rücktritt. Und auch bereits die Stammhalter von kickenden Ur-Flaschen melden Begehrlichkeiten an, bei der Kulttruppe aus Beilstein-Ayingen aktiv mitzuwirken. Ein Farm-Team ist hier nur die logische Konsequenz.

Aber nicht nur in der Breite und körperlichen Fülle sind die Flaschen bereit, sich den Herausforderungen der Zukunft zu stellen: auch im beruflichen und soziologischen Querschnitt finden sich die unterschiedlichsten Berufsgruppen: bodenständiges Handwerk (Müllerin), Kreative (T-Shirt-Dandler), Professoren, Lehrer, Schüler, Zeitungsfuzzis, Pumpenheinis, Autoschieber, spielleitende Finanzjongleure, Arbeitgeberpräsidenten, Kneipiers - auch der Agrarsektor (Bock, Oxi) und Kleintierzüchter (Zierfisch Casi) - es gibt nichts, was es bei den Flaschen nicht gäbe.

Und auch die in der Gesellschaft oft als mangelhaft bezeichnete Integration von Menschen mit Migrationshintergrund - im Jahr 18 nach der deutschen Einheit ist sie bei den Flaschen längst erfolgreich Realität geworden. So haben sich Schwaben, Badenser, Bayern, Sechzger, Franken, Rheinländer und andere immer wieder von neuem zusammengerauft und sich dem Teamgedanken untergeordnet. Die Flasche kann getrost als identitätsstiftendes Erfolgssymbol ins (Fußball-) Feld geführt werden. Selbstverständlich mit Bier als Bindemittel und Treibstoff für den sportlichen Erfolg.

Was kann ein derartiges Erfolgsmodell - Soziologen sprechen bereits von der "Generation Flasche" - in Zukunft bewirken? Wo liegen die Chancen, wo die Risiken? Das ist natürlich schwer zu prognostizieren. Einige drängen bereits auf die Emerging Markets in Ostasien, Mexiko und dem Münchner S-Bahnbereich. Aber auch hier gilt es, Chancen und Risiken gegeneinander abzuwägen.

Der schwache Dollar dürfte für die Flaschen jedenfalls kein Problem sein - bei kurzatmigen Freizeitkickern spielen Wechselkursrisiken kaum eine Rolle. Auch der hohe Ölpreis fällt angesichts von Fahrgemeinschaften nicht ins Gewicht. Anders sieht es mit den hohen Agrarpreisen, vulgo: Bierpreisen aus: ein Tragerl der Sorte Ayingör notiert derzeit an der Londoner Terminbörse Eurex bei über 20 Euro - Tendenz steigend. Bei ähnlich starkem Konsumverhalten des Kaders zeichnet sich hier ein ernsthaftes Risiko-Szenario ab. Nicht nur der Finanzvorstand wird dies mit bangen Blicken verfolgen. Schließlich lassen sich die Auswirkungen der Krise auf dem US-Hypothekenmarkt auf hiesige Thekenmannschaften längst nicht absehen. Hier müsste etwa Immobilienexperte Reichlix erklären, warum Einnahmen aus Silvesterparties auf dubiosen Firmenkonten landen. Das böse Wort von Stützungskäufen macht hier bereits die Runde.

All dies sind jedoch Luxusprobleme angesichts der Tatsache, dass andere Thekenmannschaften mit Gründungsjahr 1989 längst in der Geriatrie-Liga spielen. Hiervon sind die Flaschen meilenweit entfernt. Fazit 07: die Flaschen sind voller denn je (und so spielen sie wohl auch im neuen Jahr).

Teaser, Funfaktor, Andi Lipp
Abteilung Funfaktor
Notiert am 4.2.2008
von Andy Lipp alias Lippi,
Abteilungsleiter Funfaktor:

Vorne weg: Ich mag das Wort Funfaktor nicht. Das klingt nach Holländern in den Bergen. Ich mag keine Holländer. Nicht in den Bergen. Und auch nicht beim Kicken. 
Leider fällt mir partout kein besserer Begriff für den Namen meiner Abteilung ein. Übersetzt man Funfaktor ins Deutsche, kommt der Spaßfaktor heraus. Allerdings: Spaß und Unterhaltung sind eng miteinander verknüpft. Und Unterhaltung ist das Ressort des Käptns. Das kann und will ich ihm nicht streitig machen. Dieser Abschlussbericht ist daher ein Lückentext. Statt der Abteilung würde im Text eine Lücke erscheinen. Etwa so:             . Außerdem habe ich selbst von den diversen Veranstaltungen einige Aussetzer. Und darauf sollte sich ein Lückentext schließlich beziehen.
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Teaser, Transfers, Andreas Werner
Abteilung Transfers & Ballaufsicht
Notiert am 30.1.2008
von Andreas Werner alias JungerKollege,
Abteilungsleiter Transfers & Ballaufsicht:

Wenn man mal alles genau, bei Licht und mit Lupe betrachtet, ist es eigentlich ein Wunder, dass Fußballspiele mit den Flinken Flaschen doch immer wieder stattfinden. Gerade im Bereich Großfeld. Wer mal in die Verlegenheit kommt, vor einem Spiel relativ rechtzeitig vor Ort zu sein, sucht in der Regel zweierlei vergeblich: Einen Ball. Und die Teamkameraden.
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Teaser, Unterhaltung, Christof Lang
Abteilung Unterhaltung & Zerstreuung
Notiert am 22.1.2008
von Christof Lang alias Käptn,
Abteilungsleiter Unterhaltung & Zerstreuung:

Konnte ich wie eigentlich in den letzten Jahren auch meinen Verpflichtungen als Unterhaltungs- und Zerstreuungsmanager aufgrund geografischer Nachteile, immer wiederkehrender Gebrechen sowie privater Umstände nur sehr sporadisch nachkommen, so konzentrierte ich meine Aufgaben, mir zur Gänze meiner immensen Verantwortung bewusst, zumindest auf die veranstalterischen Highlights wie Haar, Ismaning, Glashaus oder Arosa. Die Quasi-Unverzichtbarkeit dieses oft laienhaft und sträflich unterschätzten Sachgebiets wurde durch zwei Turniersiege wieder einmal nur allzu deutlich unterstrichen. Weiterlesen

Teaser, Textiles, Georg Schuetz
Abteilung Textiles & Design
Notiert am 18.1.2008
von Georg Schütz,
Abteilungsleiter Textiles & Design:

Gerade an dem Punkt, an dem man das letzte Jahr nochmals Paroli laufen lässt, kommt man doch ins Grübeln. Warum wurde gerade ich für dieses Amt auserkoren? Geschäftsführer für den Bereich Textiles und Design? Klingt doch irgendwie schwul, oder? Nur, weil ich mich in den letzten Jahren mit ein paar T-Shirts wichtig gemacht habe? Oder, weil ich ein paar Grafiker/innen kenne? Vielleicht wurde ich in dieses Amt aber auch nur hineingelobt, wie einst Bernie Althoff ins Tor? Weiterlesen

Teaser, Platzakquise, Maik Rosner
Abteilung Platzakquise
Notiert am 16.1.2008
von Maik Rosner,
Abteilungsleiter Platzakquise:

Wie immer im Fußball lag auch bei den Flaschen in der vergangenen Saison die Wahrheit auf dem Platz. Auch wenn neuerdings davon die Rede ist, dass Alfons Schuhbeck vor seiner Schlemmer-Bude über den einzig wahren Boden der Tatsachen verfügt. Auf dem Platzl ordnete Uli Hoeneß schließlich seine Bayern-Welt zwischen Kalbsschulter und Chinakrachern kurzerhand neu. Weiterlesen

Teaser, Finanzen, Michael Nadler
Abteilung Finanzen
Notiert am 10.1.2008
von Uli Kellner, Redakteur.

Weil unser Finanzvorstand nicht gerne schreibt, zumindest keine Buchstaben und Wörter, durfte er seinen Bericht aufsagen. Wir erwischten in einer der wirtschaftlichen Lage angemessenen Stimmung: grantig. Das Interview.

Herr Nadler, zu Beginn die Frage, die die Flaschen-Gemeinde am brennendsten interessiert: Was ist drin in der Kasse?
Nadler: Nichts ist drin.

Wie nichts?
Nadler: Na nichts. Nada. Nur Schulden. Zu Deutsch: Es gibt einen deutlichen Fehlbetrag.

Spricht das eventuell gegen die Arbeit des Finanzvorstandes?
Nadler: Jetzt glaub ich's aber gleich...Weiterlesen

Teaser, Großfeld, Tom Meyer
Abteilung Großfeld
Notiert am 8.1.2008
von Tom Meyer,
Abteilungsleiter Großfeld:

Aufstieg oder Abstieg - so könnte der Titel des vergangenen Großfeldjahres lauten. Nachdem vor Saisonbeginn das Ziel Aufstieg groß auf die Bierkrüge geschrieben wurde, bedarf es jedoch gleich nach dem 1. Spieltag einer Widerrufung jener Losung. Weiterlesen

Teaser Homepage, Christoph Fuchs
Abteilung Homepage
Notiert am 4.1.2008
von Christoph Fuchs alias Schlaubi,
Abteilungsleiter Homepage:

So ein Jahr kann, ist es einmal vorbei, vieles von sich behaupten. Aber was 2007 von sich sagen kann, das konnte bisher noch keines. Nullsieben darf behaupten, die Flinken Flaschen in die Welt getragen zu haben. Weiterlesen

Teaser, Statistik, Jens Wittenberger
Abteilung Statistik & Historie
Notiert am 30.12.2007
von Jens Wittenberger,
Abteilungsleiter Statistik & Historie:

Zunächst fällt dem Chefstatistiker Wittich an der Statistik auf, dass kein Wittich statistisch darin vorkommt. Der anschließende Wutanfall wird nur dadurch gemildert, dass dem Bewusstsein sich langsam der Gedanke aufdrängt, dass auch diese Aussage eine statistisch verwertbare ist. Weiterlesen

Teaser Kleinfeld, Uli Kellner
Abteilung Kleinfeld & Halle
Notiert am 26.12.1007
von Uli Kellner,
Abteilungsleiter Kleinfeld & Halle:

Als Sportfunktionär ist es ganz wichtig, einen angemessenen Duktus zu finden, der auf allen Sportplätzen dieser Welt verstanden wird. Unbedingt zu beachten: Gepflegte Passivkonstruktionen, Nominalstil und ein möglichst trockenes Amtsdeutsch.

Im abgelaufenen Sportjahr wurden recht durchwachsene Ergebnisse erzielt. Infolge der erheblichen Verletzungsmisere bei verdienten Stammspielern (Mina, Uli, Lippi) konnte nur an halb so vielen Tunieren (sic!) teilgenommen werden wie im Vorjahr. Weiterlesen

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